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1. BLI Zyklus: SEIS+ (2007) – Peer-Review (2009) – Bund-Länder-Inspektion (2010)

///1. BLI Zyklus: SEIS+ (2007) – Peer-Review (2009) – Bund-Länder-Inspektion (2010)
1. BLI Zyklus: SEIS+ (2007) – Peer-Review (2009) – Bund-Länder-Inspektion (2010) 2016-06-07T15:35:43+00:00

Externe Evaluation im Rahmen der Bund-Länder-Inspektion (02. – 08. Oktober 2010)

Als neues Instrument der Qualitätssicherung und -entwicklung ist für alle Deutsche Schulen im Ausland eine Bund-Länder-Inspektion (BLI) geplant. „Inspektion“ bedeutet soviel wie „Einsichtnahme“. Die BLI soll systematisch und datengestützt Einsicht nehmen in die Arbeit der Auslandsschulen.

Am 11. Mai 2009 erreichte uns die Mitteilung der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dass der Termin für die BLI an der DS Madrid auf den 02. bis 08. Oktober 2010 verbindlich festgesetzt wurde.

 

Verlauf der Bund-Länder-Inspektion an der DS Madrid (Oktober 2010)

Im Rahmen der Inspektion werden alle Gruppen der Schulgemeinschaft interviewt und sämtliche Bereiche der Schule einer genauen Evaluation unterzogen. In der folgenden Datei finden Sie einen Überblick über den gesamten Verlauf der BLI:

Ablaufplan der Bund-Länder-Inspektion

 

Vorbereitung auf die Inspektion an der DS Madrid (Oktober 2010)

Unter den insgesamt über 100 Schuldokumenten, die die DS Madrid für die kommende Bund-Länder-Inspektion eingereicht hat, findet sich auch die sogenannte „Qualitätsdokumentation“, die Angaben zu allen relevanten Bereichen der Schule enthält.

Die Qualitätsdokumentation hat einen Gesamtumfang von 101 Seiten. Aus diesem Grund wurde der vorliegende Reader zusammengestellt, der wichtige Informationen zu einigen Bereichen des Schullebens an der DS Madrid enthält.

  • PQM –Prozess
  • Schulleben und -kultur
  • Laufende Qualitätsprojekte

Reader Qualitätsdokumentation – BLI

 

Allgemeine Information zur Bund-Länder-Inspektion

Die Schulinspektionen werden gemeinsam von Bund und Ländern durchgeführt. Die Organisation liegt nach gegenwärtigem Planungsstand in den Händen der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen. Im Auslandsschulwesen erfahrene Pädagogen beider Partner werden die BLI durchführen. Alle Inspektoren durchlaufen eine spezifische Schulung. Die BLI stellt die Schulqualität durch eine mehrtägige Inspektion fest. Die Evaluationsbereiche und die Inspektionswerkzeuge werden auf den Internetseiten des Auslandsschulwesens (www.dasan.de und www.auslandsschulwesen.de) veröffentlicht und für alle Beteiligten im Vorfeld eines Schulbesuches einsehbar.

In der Vorbereitungsphase des Schulbesuchs analysiert das Inspektionsteam zuvor eingereichte Schuldaten und Dokumente. Schulleitung und Schulträger informieren einige Wochen vor dem Inspektionstermin auf einer schulöffentlichen Veranstaltung die Schulgemeinschaft über das Inspektionsverfahren, um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten.

Im Zentrum der Inspektion stehen Unterrichtsbesuche bei möglichst vielen Lehrkräften. Dabei haben Erfahrungen der Niederlande und Niedersachsens gezeigt, dass es ausreicht, jeweils nur eine halbe Unterrichtsstunde zu hospitieren. Wichtig ist der Hinweis, dass nicht die unterrichtliche Kompetenz des einzelnen Lehrers festgestellt, sondern das Unterrichtsprofil der Schule als Ganzes erfasst wird. Deshalb erhalten die Lehrkräfte auch keine individuellen Rückmeldungen. Festgestellt wird allein: “So ist der Unterricht an dieser Schule!”

Neben der Analyse von Dokumenten und den Unterrichtsbesuchen sind leitfadengestützte Interviews mit allen am Schulleben beteiligten Gruppen sowie ein Schulrundgang die wesentlichen Informationsquellen der Inspektoren.

Am Ende des Schulbesuchs bekommt die Schule unmittelbar ein erstes mündliches Feedback. Die ersten Eindrücke und Ergebnisse der Inspektion werden der gesamten Schulöffentlichkeit präsentiert. Nach Abschluss der Inspektion bewertet die Schule die Professionalität der Inspektoren mittels eines Evaluationsbogens. Einige Wochen später erhält die Schule den schriftlichen Inspektionsbericht. Dieser Bericht zeigt der Schule Entwicklungspotenziale auf, schließt aber keine Schulberatung oder gar konkrete Handlungsanweisungen ein. Abschließend kann die Schule zu diesem Bericht eine Stellungnahme abgeben.

 

Das Ergebnis der Bund-Länder-Inspektion (02. – 08. Oktober 2010)

Im Zentrum der Inspektion standen Unterrichtbesuche bei möglichst vielen Lehrkräften. Wichtig ist der Hinweis, dass nicht die unterrichtliche Kompetenz des einzelnen Lehrers festgestellt, sondern das Unterrichtsprofil der Schule als Ganzes erfasst wurde. Deshalb erhielten die Lehrkräfte auch keine individuellen Rückmeldungen. Festgestellt wurde allein: “So ist der Unterricht an dieser Schule!”

Statistik Unterrichtsbesuche

Neben der Analyse von Dokumenten und den Unterrichtsbesuchen waren leitfadengestützte Interviews mit allen am Schulleben beteiligten Gruppen sowie ein Schulrundgang die wesentlichen Informationsquellen der Inspektoren.

Evaluationsinstrumente

Die Bewertung der Untersuchungsbereiche erfolgte mit Hilfe von vier Bewertungskategorien:

  • 4 = stark
  • 3 = eher stark als schwach
  • 2 = eher schwach als stark
  • 1 = schwach
  • 0 = nicht beobachtbar

Mit dem Ergebnis der Inspektion können alle Mitglieder der Schulgemeinde höchst zufrieden sein. In allen Untersuchungsbereichen erreicht die DS Madrid entweder die Bewertungskategorie 3 oder die Kategorie 4. 

Dies ergibt im Durchschnitt eine „Endnote“ von 3,4 (das entspricht in etwa der Note „sehr gut“)! Insgesamt hat die DS Madrid damit alle Kriterien für die Vergabe des Gütesiegels „Exzellente Deutsche Auslandsschule“ mehr als erfüllt.

Gesamtergebnis

Das Gesamtergebnis der Bund-Länder-Inspektion ist nachzulesen im Inspektionsbericht, den wir an dieser Stelle der gesamten Schulgemeinde zur Verfügung stellen möchten.

Inspektionsbericht

 

Vor dem Hintergrund des sehr zufrieden stellenden Ergebnisses der BLI wurden auf der Gesamtlehrerkonferenz aller Abteilungen am 16. Dezember 2010 die Entwicklungsschwerpunkte für die weitere Qualitätsentwicklung bis zum Umzug der Schule nach Monte Carmelo von der Steuergruppe vor- und zur Abstimmung gestellt.

Die im Anschluss an SEIS+ (2007) und Peer-Review (2009) festgelegten 5 Entwicklungsschwerpunkte wurden unter Berücksichtigung der Ergebnisse der BLI auf folgende 3 Bereiche reduziert:

  • Unterrichtsentwicklung
  • Prävention
  • Ganztageskonzept

Der von der Steuergruppe eingebrachte Antrag wurde bei 4 Enthaltungen einstimmig angenommen.

 

Externe Evaluation im Rahmen eines Peer-Review (Oktober 2009)

Im Februar 2007 legte die Berichterstattergruppe „Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung“ des BLASchA die Durchführung eines Peer Review als verbindlichen Baustein im PQM-Prozess der Deutschen Auslandsschulen auf dem Wege zur Bund-Länder-Inspektion fest.

Das Peer-Review ist ein Verfahren der Externen Evaluation, das auf  Anfrage mit einem  klaren Auftrag der Schule von kritischen Freunden (hier Kolleginnen und Kollegen einer „benachbarten“ deutschen Schule) durchgeführt wird. Externe Evaluation bedeutet, dass die zentrale Verantwortung für die Gestaltung und Durchführung einer Evaluation außerhalb der Schule liegt und von Personen durchgeführt wird, die nicht in der Schule arbeiten. Mit der Deutschen Schule Barcelona wurde verabredet, im Frühjahr bzw. Herbst 2009 gegenseitig ein Peer Review durchzuführen.

Ziel des Peer-Reviews ist es, auf der Grundlage von vorliegenden Daten („Schulportfolio“) und gesammelten Daten (Interviews, systematische Beobachtungen etc.) der Schule zur Qualität des Unterrichts,  zum PQM-Prozess und zu einem ausgesuchten anderen Arbeitsfeld eine differenzierte, datengestützte und dokumentierte Rückmeldung über die Qualität der im Vorfeld definierten Arbeitsbereiche zu geben.

Die Grundlage für den Evaluationsauftrag an die Peers sind die von uns formulierten und operationalisierten Evaluationsfragen. Bei jeder Evaluationsfrage findet sich neben dem Verweis auf den Qualitätsrahmen auch die Referenz zur Präambel (P) bzw. zu den einzelnen Leitsätzen (LS) des Leitbildes der DS Madrid.

Peer-Review – Evaluationsfragen

 

Evaluationsmethoden der Peers

Der Evaluationsauftrag macht somit ein methodisches Setting notwendig, das alle Gruppen der Schulgemeinde in das Peer-Review einbezieht. Es ging schließlich darum, Beobachtungen und Wahrnehmungen zu den Evaluationsfeldern aus verschiedenen Perspektiven miteinander zu kombinieren (Triangulation).

Im Hinblick auf die Evaluationsmethoden und –instrumente trafen die Peers folgende Auswahl:

  • Dokumentenanalyse (u.a. dem Schulbericht für das Peer-Review, das „Deutsch-Konzept“, das „Methodencurriculum der DSM“)
  • Schulrundgang zur Begutachtung der Klassen- und Sammlungsräume
  • Leitfadengestützte Gruppeninterviews mit Mitgliedern des Schulvereinsvorstands, Lehrern, Schülern und Eltern.
  • Leitfadengestütztes Einzelinterview mit dem Schulleiter
  • Rating-Konferenz mit Schülern
  • Unterrichtshospitationen (52)

Aus einem Hospitationsangebot wählten die Peers insgesamt 52 Unterrichtsbesuche aus. Diese hatten eine Dauer von ca. 20 min. und fanden entweder in der 1. oder 2. Hälfte der Unterrichtsstunde statt.

Grundlage für die Unterrichtshospitationen war ein Unterrichtsbeobachtungsbogen, der von den Peers auf der Grundlage des Beobachtungsbogens für die Bund-Länder-Inspektion erstellt, aber an die Fokusbereiche des Peer-Reviews angepasst wurde.

 

Ergebnisse des Peer-Review

Sämtliche Beobachtungen, Ergebnisse und Empfehlungen wurden zunächst im Rahmen einer Feedback-Konferenz den Mitgliedern der Schulgemeinde vorgestellt und schließlich im Abschlussbericht über das Peer-Review auch schriftlich zusammengefasst.

Die folgende Darstellung der Ergebnisse orientiert sich an den drei Evaluationsschwerpunkten. Sie erfolgt zugleich nach der Methode der Stärken-Schwächen-Analyse.

 

Evaluationsschwerpunkt 1: Lehrerhandeln und Lern- und Arbeitstechniken zur Stärkung der Persönlichkeit

Alle interviewten Gruppen stimmen in der Einschätzung überein, dass die Vermittlung von Methoden und Arbeitstechniken, kooperative Lern- und Unterrichtsformen, die Erziehung zur Selbstständigkeit und zu selbstständigem Lernen wichtig sind und in der Schule einen hohen Stellenwert haben.

„Zitat eines Vaters: ‚Das Plus der Schule ist das Methodentraining, die Stärkung der Persönlichkeit, selbstständiges Lernen’ im Vergleich zu den hiesigen (spanischen) Schulen. Die Eltern nehmen dies – dazu gehört auch die Erziehung zur Toleranz – als Philosophie der Schule wahr und unterstützen diese.“ (15)

Den Peers zufolge, ist es der Schule offensichtlich gelungen, die Bedeutung und den hohen Stellenwert des Methodenlernens und des selbstständigen Arbeitens in die Elternschaft zu kommunizieren. „Es wird von den Eltern wahrgenommen, dass Methodenarbeit und Erziehung zu selbstständigem Arbeiten ein Ziel der gesamten Schule sei.“ (16)

Die Auswertung der Unterrichtsbeobachtung und der Schülerbefragung  zeigt gleichwohl ein teilweise abweichendes Bild, wobei jedoch zwischen Grundschule und Sekundaria unterschieden werden muss. „Die Schüler arbeiten gern, motiviert und diszipliniert auf hohem Niveau im Unterricht an ihrer Schule!“ (8)

Ausgehend von dieser grundsätzlich positiven Beobachtung konnten die Peers weitere Stärken beobachten: „Die mediale Ausstattung [der KLassenzimmer] ist zeitgemäß und an die Notwendigkeiten des Unterrichts angepasst, so dass hier gute Voraussetzungen für den Einsatz klassischer Medien (OHP, Projektionsflächen) als auch moderner Medien vorhanden sind.“ (8)

Weiter zeigt sich, „dass die Grundschule auf dem Weg zu offenen, kooperativen Unterrichtsformen und zur Implementierung von Arbeits- und Lernmethoden im Unterrichtsalltag einen deutlichen Vorsprung gegenüber der Secundaria hat. (…) Während die Klassenräume der Grundschule eine sehr anregende Gestaltung aufweisen und in der Mehrzahl Materialien für selbständiges Arbeiten der Schüler sowie Sprachlernhilfen vorhanden sind, ist dies in den Klassen- und Fachräumen der Secundaria eher selten der Fall.“ (7f)

Im Interview mit den Schülern wurde den Peers vermittelt, „dass in der Grundschule gelernte und praktizierte Methoden wie Freiarbeit, Stationenlernen, Expertenheft, Wochenplanarbeit und Referate in sehr positiver Erinnerung geblieben sind.“ (10)

Aber auch „mit dem Methodentraining in Klasse 5 zeigen sich die Schüler zufrieden. Sie geben an, dass das Erklären der Methoden an dieser Stelle ausreiche. Weiterhin meinen sie, dass man gelernte Methoden in der Regel nicht vergesse, dass das Behalten aber davon abhäng, wie häufig man sie anwende und benutze. Sie fühlen sich in die Lage versetzt, auf dieser Basis für sich selbst geeignete Lernmethoden auszuwählen.“ (10)

In den höheren Klassenstufen dagegen finden sich kooperative Lernformen wie „Gruppenarbeit nur ein Mal pro Woche oder noch seltener. Für die Sekundarstufe I und II werden exemplarisch einige Fächer, in denen an Stationen gearbeitet wird, genannt. Sehr reflektiert wird für die Oberstufe beschrieben, dass Unterricht, der einen hohen Anteil an  Eigenaktivität von den Schülern verlangt, notwendig und sinnvoll, aber anstrengender sei.“ (10f)

Eine aufgezeigte Schwäche im Evaluationsschwerpunkt 1 bezieht sich auf die Einbeziehung der Schüler in die Unterrichtsplanung: „Reflektion über den Unterricht in Form von mündlichem oder schriftlichem Feedback scheint eher selten realisiert zu werden. Die Schüler, die einen schriftlichen, anonymen Feedbackbogen kennen, empfinden diese Art der Rückmeldung als deutlich positiver. Den Schülern ist es dabei wichtig, dass die Lehrkräfte die Rückmeldungen ernst nehmen und in der weiteren Unterrichtsarbeit berücksichtigen.“ (11)

 

Evaluationsschwerpunkt 2: Förderung der Deutschkompetenz

Die Peers konnten bestätigen, dass in allen befragten Gruppen übereinstimmend die Wahrnehmung vorherrscht, dass die Deutschkompetenz der Schüler sehr hoch ist. „Die gut ausgestatteten Schülerbüchereien sind ein deutlich wahrnehmbarer und wichtiger Teil für die Unterstützung des Deutschlernens und –lesens.“ (9)

Gleichwohl ergeben sich auch hier Verbesserungsmöglichkeiten: „Lern- und Sprachhilfen sind für den DFU-Bereich nur teilweise vorhanden, z.B. neu gedruckte Tafeln in den Sammlungsräumen. Insgesamt liegt in der Gestaltung der Unterrichtsräume (…) und vor allem der Ausstattung mit weiteren Lernhilfen im DaF- und DFU-Bereich noch ein großer Handlungsspielraum vorhanden ist, um die Förderung der Deutschkompetenz auch durch eine entsprechende Raumgestaltung zu unterstützen.“ (8f)

Und weiter: „Ein systematisch angelegtes Helfersystem für den Deutschunterricht wird von den Schülern nicht wahrgenommen – außer in den Klassen 9 und 10 nach und auf Grund der Integration der E-Schüler. Im Fragebogen allerdings gibt eine Mehrheit der Schüler an, dass im Deutschunterricht und im deutschsprachigen Fachunterricht in Deutsch leistungsstarke Schüler meistens anderen helfen.“ (10)

Eltern erleben die DSM als deutsch-spanische Begegnungsschule mit einer insgesamt hohen Deutschkompetenz. Konkret haben die Peers folgende Beobachtungen machen können: „Es gibt eine hohe Zufriedenheit mit der Sprachkultur der Schule. Die hohe Deutschkompetenz werde durch den Unterricht erreicht, aber es wird auch angemerkt, dass zu Hause zur Unterstützung eine entsprechende Infrastruktur notwendig sei. (…) Eine Wahrnehmung ist auch, dass die Schule viel tue, um die deutsche Sprache zu fördern. Betont wird die starke Förderung im Kindergarten, da dort nur Deutsch gesprochen werde. Die Lehrer seien, wie die Eltern es formulieren, dauernd und durchgehend damit beschäftigt und darum bemüht, die Ungleichheiten im sprachlichen Leistungsvermögen zu verringern.“ (15)

 

Evaluationsschwerpunkt 3: Förderung des positiven sozialen Klimas

Übereinstimmend wurde von allen interviewten Gruppen der Eindruck formuliert, dass an der Schule ein positives soziales Klima herrsche und die Schüler sich an der Schule wohl fühlen. “Die Schüler vermitteln den Eindruck, dass das soziale Unterstützungssystem über die befragten Klassenstufen hinweg sehr gut bekannt ist und für ihre Belange ausreiche. (…)Zufrieden äußern sich die Schüler über den Weg, Vorschläge über Klassensprecher und SV einbringen zu können. Die Schüler fühlen sich ausreichend informiert über Entwicklungen an der Schule und sehen die Möglichkeit, sich bei Bedarf detaillierter zu informieren.“ (11)

Die Auswertung des Fragebogens, den jeder Schüler direkt vor dem Beginn des Interviews ausfüllte, zeigt, dass sich die große Mehrheit der Schüler von den Lehrkräften und der Schulleitung in ihren Anliegen ernst genommen und sich an der DSM sehr wohl fühlt.

Dieses positive Urteil gilt auch für die Eltern: „Aus Sicht der Eltern sind die Kinder / Schüler sehr verbunden und sehr zufrieden mit ihrer Schule! Im Detail sind die Eltern informiert, was die Schule über den Unterricht hinaus an Projekten und Aktivitäten anbietet, die alle zur Bildung einer starken Corporate Identity der DSM beitrügen. Die Eltern haben den Eindruck, dass die Schüler von Lehrern und Schulleitung sehr ernst genommen werden und daher auch wenig Anlass hätten, um selbst eigene Initiativen zu starten. Schülerzeitung und Schülermitwirkung (SV) haben aus Sicht der Eltern eine untergeordnete Bedeutung. Die Schule habe aus Sicht der Eltern ein ausreichend breites und differenziertes Unterstützungssystem.“ (16)

Auch bei der Integration von Seiteneinsteigern konnten die Peers feststellen, dass die interviewten Schüler feststellen, „dass die Integration gut gelingt und nennen dafür als primären Grund die Integrationsbemühungen der Mitschüler. Lobend erwähnen sie die Lehrer, insbesondere die Klassenlehrer. Eine wichtige Rolle im Integrationsprozess spielen auch die Sekretärinnen und Marisol.“ (17)

Die Eltern der „Seiteneinsteigerschüler“ wünschen sich allerdings noch mehr Initiative und Hilfe von Seiten der Schule, darunter: „noch mehr Unterstützung der Kinder bei der Integration in die neuen Klassengemeinschaften, ein Patensystem, bei dem auf ihre Aufgabe vorbereitete Schüler den neuen Mitschülern zur Seite stehen und das Einleben in der Schule erleichtern, mehr außerunterrichtliche Angebote und kulturelle Veranstaltungen als Begegnungsanlässe zur Stärkung des Gemeinschafts¬gefühls, (…) eindeutige, umfassende und rechtzeitige Informationen über alle Aspekte des Spanisch-Lernens und des Spanisch-Unterrichts (einschließlich des Spanisch-Privatunterrichts und des Bewertungssystems).“ (19)

Das Interview mit dem Schulvereinsvorstand konnte die insgesamt hohe Zufriedenheit bei Lehren, Eltern und Schülern weiter bestätigen: „Die Qualität der Schule und der dafür erbrachte Einsatz der Lehrkräfte werden hoch eingeschätzt. Auf die Frage danach, was den Kern der Schule ausmache, wird genannt: Die DS Madrid als Dreh- und Angelpunkt der deutschen und deutsch-spanischen Gemeinde in Madrid, deutsche Feste und Veranstaltungen, Zusammengehörigkeitsgefühl der DSM-Gemeinde (Alumni und Alumni-Portal), hervorragende Ausbildung und die damit verbundene Horizonterweiterung, hohes Fremdsprachenniveau (…).“ (21)

Die Peers stellen fest: „Das Gespräch [mit dem Schulvereinsvorstand] spiegelt insgesamt eine positive Aufbruchsstimmung – beflügelt durch den geplanten Neubau – wieder, wobei die pädagogischen Visionen der Schule und des Schulleiters konstruktiv aufgenommen und begleitet werden.“ (21)

 

Fazit der Peers

Im Rahmen der Feedback-Konferenz kamen die Peers zu folgendem Fazit: „Alle befragten Gruppen der Schulgemeinschaft äußerten eine hohe Zufriedenheit mit der Arbeit der Schule und attestierten ihr einen hervorragenden Ruf.

Gerade das methodische Arbeiten, die kooperativen Arbeitsformen, die Erziehung zur Selbstständigkeit scheinen geeignet, das Profil – in Abgrenzung zu spanischen Schulen –  weiter zu vertiefen. Deshalb und auch im Hinblick auf die BLI scheint es lohnenswert, hieran weiter strukturell zu arbeiten und stärker in der täglichen Unterrichtspraxis zu verankern.

Die Zufriedenheit und hohe Akzeptanz sind ein großes Kapital dieser Schule, ebenso wie die Perspektive eines Schulneubaus! Lassen Sie sich davon weiter beflügeln und legen Sie jetzt und hier die pädagogischen Grundlagen für das, was sich dort unter optimalen Rahmenbedingungen voll wird entfalten können.

Sie sind auf einem zukunftsweisenden Weg!“ (Folie 26f)

Peer-Review 2009 – Abschlussbericht der Peers

 

Stärken-Schwächen-Analyse mit SEIS+ (2006-2007)

Einer der ersten Schritte im PQM-Prozess ist die Selbstevaluation, d.h. die Analyse der Qualität einer Schule durch die Mitglieder der Schulgemeinde. Um herauszufinden, wo unsere Schule Stärken hat und wo es möglicherweise noch Verbesserungsbedarf gibt, müssen wir unsere Arbeit genau analysieren. Für diese Selbstevaluation hat die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen zusammen mit der Bertelsmann-Stiftung das Evaluationsinstrument SEIS+ („Selbstevaluation in Schulen“) entwickelt. SEIS+ soll helfen, den Schulentwicklungsprozess mit Hilfe von Daten zu evaluieren und zu planen.

Mit Hilfe von Fragebögen wurden in der zweiten Maihälfte 2007 knapp 800 Personen befragt: Alle Schüler und ihre Eltern der Klassenstufen 4, 9 und 11, alle Lehrer aus Grund- und Oberschule sowie alle Mitarbeiter aus Verwaltung und Kindergarten. Im Juni – rechtzeitig zum Schuljahresende – konnten die beiden Evaluationsberichte heruntergeladen werden.

SEIS+ – Bericht Grundschule

SEIS+ – Bericht Gymnasium

Daten allein bewirken noch keine Qualitätsverbesserung. Die Aufgabe einer präzisen Dateninterpretation besteht darin, Stärken und Schwächen zu erkennen, Entwicklungsschwerpunkte festzulegen und entsprechend geeignete Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Bereits zu Beginn des neuen Schuljahres lag eine erste Analyse der Daten aus SEIS+ in Form einer Daten- und Ergebnissynopse einschließlich einer Stärken-Schwächen-Analyse vor, die von den Mitgliedern der AG SEIS+ erstellt wurde.

Bei der Analyse der Daten wurde das übliche Interpretationsschema verwendet, nach dem vor allem eindeutige Positionen (hohe bis sehr hohe Zustimmungs- bzw. Ablehnungswerte) und unklare Positionen (hoher bis sehr hoher Anteil der „Weiß-nicht“-Antworten) genauer beschrieben werden.

SEIS+ – Datensynopse