Die Orientierungsstufe ist eine schulformübergreifende Organisationsform der Jahrgangsstufe 5 mit der Aufgabe der Beobachtung und Einschätzung des Lernverhaltens und Leistungsvermögens der Schülerinnen und Schüler. Sie hält die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg bis zum Ende der Klasse 5 offen. Schüler und Eltern haben in diesem Jahr die Möglichkeit, die Ziele und Anforderungen, sowie die Unterrichtsfächer und Arbeitsweisen der Sekundarstufe kennen zu lernen. Erst am Ende des 5. Schuljahrs wird von der Schule empfohlen, welche Schulart für den weitern Bildungsweg des Kindes am sinnvollsten ist. Das deutsche Schulsystem ist ein dreigliedriges System, das nach der Orientierungsstufe die drei Zweige Hauptschule, Realschule und Gymnasium anbietet. Diese drei Zweige unterscheiden sich vor allem im Anspruchsniveau und in der Zielsetzung.

Der Übergang von der Grundschule zur Orientierungsstufe ist für die Schüler insofern schwierig, als sie sich mit einer Vielzahl von neuen Fächern, neuen Lehrern, neuen Themen und Arbeitsformen konfrontiert sehen. Diese Umstellung braucht Zeit, die wir den Kindern geben müssen, damit sie sich eingewöhnen können.

Ziel der Orientierungsstufe ist es, einen Entwicklungsraum für die Schüler zu schaffen, in dem sie ihre Neigungen, ihre Interessen und ihre Leistungsfähigkeit entfalten können. Lehrer und Eltern können diese Entwicklung ein Jahr lang beobachten und gewinnen so Klarheit darüber, in welchen Bereichen die Fähigkeiten des Kindes liegen und welcher Schultyp für das Kind daher der ideale ist.

Die Ausrichtung der Orientierungsstufe impliziert automatisch, dass die 5. Klasse nicht wiederholt werden kann. Die Schüler gehen nach der 5. Klasse automatisch in die 6. Klasse der Sekundarstufe 1 über.

Ausnahmen sind hier gravierende Sonderfälle, z.B. eine monatelange Krankheit.

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Andrea Queck
Abteilungsleitung Orientierungsstufe  Klassen 5 und 6

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